Nils Gründer stellt sich vor

Weil ich meine Heimat, die Oberpfalz, liebe und
ich an das große Potential in Neumarkt glaube.

– Nils Gründer

Team Kreisverband: Herr Gründer, Sie haben erfolgreich mitgewirkt im Mai den Landekongress der Julis Bayern nach Neumarkt zu holen. Beschreiben Sie uns Ihre Eindrücke von der Veranstaltung?

Nils Gründer: Ein großartiges Gefühl, dass über 200 Junge Liberale aus Bayern, nach Neumarkt gekommen sind, um den Landeskongress der Jungen Liberalen abzuhalten. Speziell für mich, als Neumarkter, war dies ein besonderes Erlebnis. Wir haben in Neumarkt unsere kommunalpolitische Agenda beschlossen, mit der die Jungen Liberalen den Grundstein für eine erfolgreiche Kommunalwahl 2020 gelegt haben. Darauf können und wollen wir weiter aufbauen.

Team Kreisverband: Jungen Leute im Kreis Neumarkt kennen Sie natürlich, bitte stellen Sie sich in kurzen Sätzen vor, so dass auch Ältere etwas über Nils Gründer erfahren?

Nils Gründer: Geboren wurde ich 1997 zwar in Nürnberg, jedoch habe ich mein ganzes Leben hier in der Oberpfalz, das heißt im Landkreis und der Stadt Neumarkt, verbracht. Das Abitur habe ich am Ostendorfer Gymnasium in Neumarkt abgeschlossen, das bereits mein Vater und auch große Teile meiner Verwandtschaft besucht haben. Ich habe Politikwissenschaft und Öffentliches Recht studiert. Seit diesem Sommersemester studiere ich Betriebswirtschaftslehre, um zusätzlich zu lernen, wie man erfolgreich einen Betrieb führt und sein eigenes Unternehmen aufbaut. Parallel dazu habe bereits vor einem Jahr selbst ein kleines Unternehmen gegründet. Neben dem Studium arbeite ich in der vorlesungsfreien Zeit häufiger auf dem Bau, sodass ich neben meiner akademischen Ausbildung auch praktische Erfahrung sammeln kann. Ich bin 2015, in einer für die Freien Demokraten schweren Zeit, in die FDP eingetreten und gehöre seit 2017 dem bayrischen Landesvorstand der Jungen Liberalen an. Im November 2018 wurde ich dann zum stellvertretenden Landesvorsitzendem der Jungen Liberalen in Bayern gewählt.

Team Kreisverband: Sie sind haben am Aufbau der Julis im Kreis Neumarkt mitgewirkt und dafür gesorgt, dass der FDP-Kreisverband Neumarkt ein junges Gesicht hat. Wie werden im Kreisverband junge Leute und deren Themen wahrgenommen und vertreten?

Nils Gründer: Die Zusammenarbeit zwischen den jungen Leuten, also uns Jungen Liberalen, und dem Kreisverband der Freien Demokraten klappt hervorragend. Es ist uns gelungen ein sehr konstruktives und freundschaftliches Klima im Kreisverband zu schaffen, sodass es selbstverständlich für jeden von uns ist, gemeinsam zu kämpfen, zu gewinnen und auch zu verlieren. Man kann sagen, dass wir eine gut eingespielte Mannschaft sind. Wir, die JuLis, haben auch deshalb eine hohe Bedeutung für den Kreisverband der Freien Demokraten Neumarkt, weil die meisten Neumitglieder in den letzten zwei Jahren unter 35 Jahre alt waren. Das zeichnet sich dann auch dadurch ab, dass die Jungen Liberalen mit Sascha Renner und mir als stellvertretende Kreisvorsitzende gut im Kreisvorstand der Freien Demokraten Neumarkt etabliert sind.

Durch junge Köpfe kommen natürlich auch frische Themen auf die Tagesordnung. Im Kreisverband wird daher nicht erst seit „Fridays for Future“ über das Thema Klimaschutz diskutiert. Wir, das junge Team, schauen sehr darauf, was unsere jungliberalen Abgeordneten in Berlin bewegen. Dr. Lukas Köhler, klimapolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, der u.a. als Hauptredner an unserem Neujahrsempfang 2018 und am vergangenen Landeskongress in Neumarkt mitgewirkte, hat mit seinem politischen Fachwissen einen positiven Einfluss auf unsere Diskussionsthemen. Wir, die Jungen Liberalen verstehen uns als Team, nicht nur in Neumarkt, sondern in ganz Deutschland.

Team Kreisverband: Sie haben zwischenzeitlich einen vielbeachteten Landtagswahlkampf als Direktkandidat für den Kreis Neumarkt absolviert, sind seit kurzem stellvertretender Landesvorsitzender der Julis Bayern und absolvieren ein Studium der Betriebswirtschaftslehre. Wie bekommen Sie alle Aktivitäten zeitlich organisiert?

Nils Gründer: Das ist nicht immer ganz einfach, da ich, wie schon vorher erwähnt, noch weitere Verpflichtungen gegenüber meinem kleinen Unternehmen habe. Die Summe aller meiner Tätigkeiten macht den Tagesablauf nicht einfach, sodass ich alle meine Aufgaben und Verpflichtungen nur durch frühes Aufstehen, eine straffe Organisation und eine ordentliche Portion Disziplin bewältigen kann. Diese Eigenschaften habe ich am eigenen Leib erlernen müssen, nachdem ich die siebte Jahrgangsstufe wiederholen musste. Arbeitsfreie Wochenenden erlebe ich sehr selten, da ich meist genau dann, sei es auf Parteitagen oder anderen Veranstaltungen, politisch aktiv bin. Meine Familie und viele meiner Freunde achten darauf, dass ich neben meinen vielen Aufgaben, auch mal etwas anderes unternehme. Natürlich macht mir Arbeit und vor allem die Politik sehr viel Spaß und unter Stress und Druck funktioniere ich meist sehr gut, jedoch braucht jeder einen gewissen Ausgleich. Letztes Wochenende bin ich beispielsweise spontan mit einem sehr guten Freund für zwei Tage an die italienische Adriaküste gefahren und war dann ausnahmsweise mal nur schwer zu erreichen. So etwas hilft, die Seele baumeln zu lassen und abzuschalten.

Team Kreisverband: Warum engagieren Sie sich politisch in Neumarkt i.d.OPf. für die Freien Demokraten?

Nils Gründer: Weil ich meine Heimat, die Oberpfalz, liebe und ich an das große Potential in Neumarkt glaube. Chancengerechtigkeit und Fortschritt durch eigene Leistung sind urliberale Werte, die sich auch in Neumarkt gut widerspiegeln.

Team Kreisverband: Es stehen die Kommunalwahlen 2020 an. Welche Positionen und welche Inhalte stehen für Sie im Vordergrund?

Nils Gründer: In Neumarkt wurde durch die Lebensleistung der Menschen in der Vergangenheit viel erreicht, deshalb steht Neumarkt ohne Zweifel gut da und ich möchte, dass das in den nächsten Jahrzehnten auch so bleibt. Es ist vor allem für meine Generation wichtig, was in den nächsten Jahren aus unserer Stadt wird. Daher ist für mich ein Schwerpunkt, die Politik auf die Zukunft auszurichten. Das geht durch solide Haushaltsführung, kluge Investitionen und eine Politik, die junge Menschen einbezieht und mitnimmt. Dies könnte sofort geschehen, indem man Stadtratssitzungen via Livestream im Internet überträgt. Natürlich muss auch mehr Wohnraum geschaffen, Bürokratie abgebaut und die Verwaltung weiter und besser organisiert werden. Jeder Mensch stellt sich doch die Frage, warum muss ich immer noch im Rathaus erscheinen, um einen Personalausweis zu beantragen, obwohl die Behörden alle erforderlichen Daten bereits in ihren Systemen parat haben. Kommunale Stadtpolitik muss die Menschen, vor allem die junge Generation miteinbeziehen, sodass diese dann auch Vertrauen in die Politik hat.

Team Kreisverband: Herr Gründer, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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