Der Verkehr ist ein Dauerthema in Neumarkt. Die Freien Demokraten fordern einen besseren aber auch klimafreundlichen Verkehrsfluss. Dabei muss es egal sein, ob man mit dem ÖPNV, dem Auto oder dem Fahrrad unterwegs ist.   

Dr. Ira Hörndler, die sowohl im Alltag als auch sportlich viel mit dem Rad unterwegs ist, macht sich besonders für die Radfahrer stark und fordert eine möglichst gleichberechtigte Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer. Dabei hätten nach vielen Jahrzehnten Bevorzugung des Autos andere Verkehrsteilnehmer einen gewissen Nachholbedarf. Allerdings werde Neumarkt niemals „autofrei“ werden, das sei auch nicht das Ziel. Es gehe vielmehr darum, den Bürgern möglichst ohne Komfortverlust Platz zurückzugeben, der aktuell von Autos belegt wird und gleichzeitig den Verkehrsfluss zu verbessern.  

„Mehr Rücksicht auf Radfahrer und Fußgänger ist insbesondere in der Marktstraße und dem Bereich zwischen den beiden Realschulen notwendig.“

Mehr Rücksicht auf Radfahrer und Fußgänger sei insbesondere in der Marktstraße und dem Bereich zwischen den beiden Realschulen notwendig. In der Marktstraße gehe es aber nicht nur um Sicherheit sondern vor allem auch um Aufenthaltsqualität. Zwar seien die Neumarkter daran gewöhnt, mit dem Auto quasi direkt vor das jeweilige Geschäft zu fahren. Es könne aber nicht sein, dass wirklich gute Konzepte zur Umgestaltung, wie sie für den unteren Markt vorlagen, wieder in der Schublade verschwinden, weil dadurch ein paar Parkplätze wegfallen. Dr. Ira Hörndler will kostenlose Ringbusse in kurzer Taktung zwischen Bahnhof, Parkhäusern/Parkplätzen und der Marktstraße fahren lassen und dafür die Parkgebühren in der Markstraße anheben. Ihre Erfahrung aus München, wo sie lange gelebt hat, zeige, dass die Erhöhung der Parkgebühren in der Innenstadt den Parkplatzsuchverkehr sehr schnell extrem vermindert. Warum sollten die Neumarkter sich nicht auch daran gewöhnen können, ein paar Schritte zu Fuß zu gehen, zumal es mit Ausnahme von Eisenwaren Zimmermann gar kein Geschäft mehr in der Marktstraße gibt, in dem schwere und sperrige Sachen verkauft werden, gibt sie sich optimistisch.   

Ein Dorn im Auge ist Ira Hörndler aber auch der angeblich fahrradgerechte Umbau der Kreuzungen. Sie betont, dass sie keinen Radfahrer kenne, der sich auf der Lammsbräu-Kreuzung sicher fühlt. Dazu komme, dass man immer zwei Grünphasen brauche, um eine Kreuzung zu überqueren, was sie inakzeptabel findet. Sie bringt stattdessen Ampelschaltungen in die Diskussion, bei denen nach den Grünphasen für den motorisierten Verkehr alle nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer gleichzeitig grün haben.   

„Es könne nicht sein, dass die Busse der Stadtwerke selten und dann auch noch leer durch Neumarkt fahren. Offenbar sind entweder Taktung oder Routenwahl oder die Preise nicht attraktiv genug.“

Verbessert werden müsse aber auch der ÖPNV. Es könne nicht sein, dass die Busse der Stadtwerke selten und dann auch noch leer durch Neumarkt fahren. Offenbar seien entweder Taktung oder Routenwahl oder die Preise nicht attraktiv genug. Es müsse viel stärker auf die Bedürfnisse der Bürger eingegangen werden, wenn diese veranlasst werden sollen, das Auto stehen zu lassen. Besonders wichtig sei aber auch die Vernetzung der verschiedenen Verkehrsmittel und eine attraktive Bahnverbindung. Neumarkt solle sich dafür einsetzen, dass stündlich ein Regionalexpress zwischen Regensburg und Nürnberg fährt, die Fahrpläne der Stadtbusse auf die Zugverbindungen abgestimmt werden und ausreichend sicherer Parkraum für Fahr- und Motorräder sowie PKW am Bahnhof und den Haltepunkten Neumarkt vorhanden ist.   

Und für alle, die wie sie selbst, das Auto nur sehr selten nutzen, möchte Dr. Ira Hörndler ein Bürger-Car-Sharing initiieren, also einen Verein gründen, in den man das eigene Auto gegen Freifahrzeiten einbringen kann. Sie hofft, viele Neumarkter Bürger für diese Idee begeistern zu können und Ihnen so zumindest den Verzicht auf das oftmals vorhandene Zweitauto schmackhaft zu machen.