Erste FDP-Liste für den Marktrat in Pyrbaum

Unter der Leitung des FDP-Landtagsabgeordneten Christoph Skutella stellte der Pyrbaumer FDP-Ortsverband seine Liste für die Wahl im März 2020 auf.

von links nach rechts: Christof Skutella, Jonas Lppmann, Elisabeth Kriegeskorte, Reinhard Wagner.

Auf Platz 1 wurde der parteilose Reinhard Wagner gewählt. Er möchte sich in Pyrbaum für eine nachhaltige, klima- und menschengerechte Ortsentwicklung einsetzen. Dabei setzt er auf innovative Verkehrskonzepte und sinnvollen, nicht unbegrenzten Flächenverbrauch .Als Journalist liegt ihm die Transparenz der Rats-arbeit besonders am Herzen.

Auf Platz 2 wurde der Automobilhändler und FDP-Ortsvorsitzende Jonas Lippmann gewählt. Elisabeth Kriegeskorte wird auf Platz 3 kandidieren. Auf den weiteren Plätzen folgen 4. Arndt Kriegeskorte, 5. Tobias Mischkus und 6. Stefan Gollmann. In seinem Grußwort stellte MdL Skutella die Wichtigkeit von Natur- und Umweltschutz heraus. Der Sprecher der FDP-Landtagsfraktion für Landwirtschaft und Umweltschutz setzte dabei besonders auf Zusammenarbeit mit den Landwirten und Berücksichtigung der Bevölkerung im ländlichen Raum, um beim Klimaschutz voranzukommen.

Liste der Freien Demokraten für die Kreistagswahl steht

Sascha Renner

Die Freien Demokraten stellten im Restaurant Thai Orchid unter der Leitung des Bundestagsabgeordneten und Landesschatzmeister der FDP Ulrich Lechte ihre Liste für den Kreistag auf. Das vom Kreisvorstand nominierte Spitzenduo erhielt erwartungsgemäß großen Zuspruch und Zustimmung.

Auf Platz 1 kandidiert somit für den Kreistag Sascha Renner aus Velburg. Der selbstständige Unternehmer möchte sich besonders für die Förderung des ländlichen Raumes einsetzen. Die Ansiedlung von erfolgreichen Unternehmen im Landkreis, die stabile Finanzpolitik sowie der Einsatz modernster Technologien im Kreiskrankenhaus sind dabei Kernelemente.

Auf Listenplatz 2 wird Silvia Burger-Sippl aus Deining kandidieren. Sie engagiert sich besonders in den Bereichen Gleichberechtigung, Frauenförderung und frühkindliche Bildung.

Silvia Burger-Sippl

Der Kreisvorsitzende der FDP,  Enrico Pomsel, hob nach der Aufstellungsversammlung die hohe Zahl an engagierten Parteimitgliedern aber auch Nichtmitgliedern hervor, die sich um einen Listenplatz beworben haben. „Wir haben als Freie Demokraten eine hervorragende Liste gewählt, die längste der FDP jemals. Ich bin zuversichtlich, dass wir unsere Sitze im Kreistag damit ausbauen können“. Die Spitzenkandidaten ergänzten: „Es ist toll, dass wir eine gute Mischung aus Jung und Alt, Stadt und Land, Mann und Frau gewählt haben.“

Peter Fuhrmann, Neumarkter Unternehmer und Mitbegründer von Chancen statt Grenzen e.V. wurde auf Platz 3 gewählt. Er stellte in seiner Bewerbungsrede die Notwendigkeit des Ehrenamtes heraus.

Auf den weiteren Plätzen wurden gewählt 4. Sebastian Meier (Sengenthal), 5. Enrico Pomsel (Neumarkt), 6. Reinhard Wagner (Pyrbaum), 7. Karl-Walter Emmerling (Mühlhausen), 8. Ira Hörndler (Neumarkt), 9. Sebastian Heger (Postbauer-Heng), 10. Cornelius Tarnai (Freystadt), 11. Nils Gründer (Neumarkt), 12. Roman Salzer (Sengenthal), 13. Tina Tenschert (Neumarkt), 14. Renate Auman (Neumarkt), 15. Wolfgang Thomas (Neumarkt), 16. Olaf Nieselt (Neumarkt), 17. Jonas Lippmann (Pyrbaum), 18. Elisabeth Kriegeskorte (Pyrbaum), 19. Gernot Aumann (Neumarkt), 20. Joachim Gottschalk (Pilsach), 21. Markus Reger (Neumarkt), 22. Stefan Gollmann (Pyrbaum), 23. Stephan Ascher (Sengenthal), 24. Claus Schweinheim (Neumarkt), 25. Josef Klier (Velburg), 26. Tobias Mischkus (Pyrbaum), 27. Julian Liederer (Neumarkt), 28. Dagmar Rudersdorf-Knorr (Neumarkt), 29. Arndt Kriegeskorte (Pyrbaum), 30. Tobias Pöllath (Sengenthal), 31. Christoph Richter (Neumarkt), 32. Jan Gründer (Neumarkt), 33. Samir Bouchekir (Neumarkt), 34. Tobias Pürzer (Postbauer-Heng), 35. Alexa van Heest (Neumarkt), 36. Christian Karl (Velburg), 37. Stefan Lettenbauer (Neumarkt), 38. Helga Hoerkens (Neumarkt).

FDP-Stadtratsliste mit vielen neuen Gesichtern

Unter der Leitung des Bundestagsabgeordneten und Schatzmeister der FDP Bayern stellte der Neumarkter FDP-Ortsverband seine Stadtratsliste für die Stadtratswahl im März 2020 auf.

Erwartungsgemäß wurde das nominierte Spitzentrio einstimmig gewählt. Auf Platz 1 wird Peter Fuhrmann antreten. Der Ortsvorsitzende und Unternehmer möchte sich besonders für die städtebauliche Weiterentwicklung einsetzen. Dabei soll die Erhaltung und Weiterentwicklung historischer Bauten ebenso im Mittelpunkt stehen wie ressourcenschonende neue Gebäude. Außerdem stellte er die Wichtigkeit des Ehrenamts in den Vordergrund und will dem einen höheren Stellenwert einräumen als es bisher geniest.

Ira Hörndler wird auf Platz 2 kandidieren. Die erst vor kurzem zu den Freien Demokraten gestoßene Rechtsanwältin wuchs in Neumarkt auf und hat besonders zur ökologische und ökonomische Stadtentwicklung eine Meinung, die sie im Stadtrat einbringen will. Die Entwicklung des Flugplatzgeländes und das Neumarkter Radwegekonzept stehen dabei im Vordergrund.

Der Dritte im Bunde auf Platz 3 ist Nils Gründer. Als Stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Liberalen vertritt der die Interessen der Jugend. Die Themen Bildung und Digitalisierung liegen ihm besonders am Herzen.

Die aktuelle Stadträtin Helga Hoerkens wird auch wieder auf der Stadtratsliste antreten. Sie verzichtet nach eigener Aussage aber auf einen der vorderen Plätze zu Gunsten der vielen jungen und engagierten Mitglieder. „Ich habe auch weiterhin Lust mich im Stadtrat zu engagieren aber möchte den jüngeren eine Chance geben. Wenn man mich wählen will, stehe ich auch weiterhin gern zur Verfügung.“, so Hoerkens.

Auf den weiteren Plätzen folgen 4. Enrico Pomsel, 5. Stefan Lettenbauer, 6. Dagmar-Rudersdorf-Knorr, 7. Gernot Aumann, 8. Jan Gründer, 9. Tina Tenschert, 10. Renate Aumann, 11. Wolfgang Thomas, 12. Olaf Nieselt, 13. Markus Reger, 14. Claus Schweinheim, 15. Julian Liederer, 16. Christoph Richter, 17. Samir Bouchekir, 18. Alexa van Heest, 19. Helga Hoerkens

Dr. Ira Hörndler stellt sich vor

Neumitglied Ira Hörndler im Interview mit dem Kreisverband.

Unser Neumitglied Ira Hörndler

In den nächsten Jahren steht bekanntlich die Entwicklung des Flugplatzgeländes an, das viel größer ist, als der Flugplatz. Dort möchte ich mich einbringen für innovative Konzepte bei der Bebauung.

Dr. Ira Hörndler

Team Kreisverband: Herzlich willkommen bei den Freien Demokraten, Frau Hörndler. Wie kam es zu Ihrer Mitgliedschaft?

Ira Hörndler: Ehrlicherweise über meinen Sohn, der sich während der Landtagswahl im letzten Jahr auf einer Veranstaltung der Freien Demokraten war und so begeistert nach Hause kam, dass er gleich den Jungen Liberalen beigetreten ist (er war damals 16). Er hat mich dann einmal zu einem Stammtisch mitgenommen und ich war sehr positiv überrascht, dass bei den Freien Demokraten über Inhalte gesprochen wurde und nicht nur darüber, wie man Wählerstimmen bekommen kann. Da ich zu vielen Themen eine Meinung habe, habe ich seither verschiedene Gedanken und Überlegungen an den Kreisverband der Freien Demokraten weitergegeben. Irgendwann habe ich mich dann entschieden, auch selbst beizutreten und nicht nur als Stichwortgeber im Hintergrund zu agieren. 

Bei den Freien Demokraten kann ich mich inhaltlich einbringen. Das gefällt mir. 

Team Kreisverband: Obwohl viele Bürgerinnen und Bürger Neumarkts Sie noch kennen, können Sie sich trotzdem selbst kurz vorstellen?

Ira Hörndler: Ich bin in Nürnberg geboren, aber schon mit 2 Jahren nach Neumarkt gezogen, wo mein Vater das Notariat übernommen hat. Als Kind und Jugendliche war ich in vielen Sportarten aktiv (Schwimmen, Tennis, Rhönrad, Trampolin, Ballett) und bin in der Mooswiese geritten. Nach dem Abitur im Jahr 1986 am Ostendorfer Gymnasium bin ich zum Studium nach Passau und habe nach wenigen Wochen von BWL auf Jura gewechselt. Nach 2 Jahren in Passau bin ich nach Toulouse gegangen, wo ich einen Abschluss in Völkerrecht und internationale Beziehungen gemacht habe. Das war unglaublich spannend, sodass ich nach dem Abschluss meines Studiums in Deutschland über die Frage promoviert habe, ob man die Vergabe von staatlicher Entwicklungshilfe an die Beachtung der Menschenrechte knüpfen darf. 

Solche universellen Themen beschäftigen mich nach wie vor. Dennoch habe ich mich damals entschieden, als Rechtsanwältin in einer Münchner Kanzlei anzufangen, die große Immobilienprojektentwicklungen betreut. Dort war ich von 1994 bis 2007 tätig. 

Allerdings wohne ich schon seit 2002 wieder in Neumarkt, weil ich mit Herbert Bretschneider vom gleichnamigen Geschäft ein Kind bekommen habe. Seit 2008 habe ich meine eigene Kanzlei in Nürnberg (in Sozietät mit 3 Kollegen in München). Dort berate ich weiterhin Projektentwickler und institutionelle Investoren in Immobilienthemen.  

Entspannung finde ich beim (Ausdauer)sport (Triathlon, Bergsteigen etc.) oder in meinem Garten und meine Einkäufe erledige ich am liebsten am Samstag auf dem Bauernmarkt. In Neumarkt wird man mich deshalb am ehesten Samstag Vormittag am Markt, im Freibad, auf dem Rad oder bei den Gartenabfall-Sammelstellen treffen. 

Neumarkt steht als Stadt gut da.

Team Kreisverband: Warum engagieren Sie sich politisch in Neumarkt für die Freien Demokraten?

Ira Hörndler: Neumarkt steht als Stadt gut da. Trotzdem gibt es natürlich einiges, was mich ärgert und was ich gerne anders gemacht hätte (z.B. in Bezug auf das „Schlossbad“). Anstatt „am Stammtisch“ über die Politik zu schimpfen, will ich mich lieber selbst engagieren. Bei den Freien Demokraten kann ich mich inhaltlich einbringen. Das gefällt mir. 

Team Kreisverband: Obwohl Sie erst seit kurzem Mitglied bei den Freien Demokraten sind, gibt es Mitglieder, die sich wünschen, dass Sie die Freien Demokraten als eine der Spitzenkandidaten für den Stadtrat in Neumarkt im Wahlkampf anführen. Können Sie sich eine Kandidatur vorstellen?

Ira Hörndler: Ja. Nachdem ich mich entschieden habe, mich zu engagieren, ist eine Kandidatur für die Kommunalwahl eine logische Konsequenz. Dass ich „Spitzenkandidatin“ werden könnte, freut mich natürlich. 

Wichtig ist mir, dass Neumarkt eine lebenswerte und funktionsfähige Stadt bleibt, in der sich alle Bürger wohlfühlen und möglichst viele Interessen berücksichtigt werden.

Team Kreisverband: Welche Positionen und Inhalte in Neumarkt werden Sie im Wahlkampf ansprechen? 

Ira Hörndler: Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit im Miet- und Wohnungseigentumsrecht befasse ich mich natürlich mit Stadtentwicklung einschließlich Verkehr und Infrastruktur. In den nächsten Jahren steht bekanntlich die Entwicklung des sog. Flugplatzgeländes an, das viel größer ist, als der Flugplatz. Dort möchte ich mich einbringen für innovative Konzepte bei der Bebauung (autoarmes Wohnen, ökologisch sinnvolle Energieversorgung mit Quartierslösungen, viel Grün auch auf Dächern und Fassaden sowie hohe städtebauliche Qualität). Aber auch die Innenstadtentwicklung (z.B. zwischen Glasergasse und Unterem Markt) ist wichtig und natürlich der Stadtpark, bei dem nach dem Bürgerbegehren wieder vieles offen ist. 

Einsetzen möchte ich mich auch für innovative, vernetze Verkehrslösungen. Wir haben in Neumarkt viel zu viel Stau und Parksuchverkehr. Das lässt sich nur durch eine Kombination von besserem ÖPNV, Konzepten für einen besseren Verkehrsfluss und einem intelligenten Parkraumkonzept lösen. Dazu gehören auch (begrünte) Parkpaletten mit viel Stellplätzen auf wenig Grundfläche anstatt – wie jetzt an der Mühlstraße – immer größere Parkplätze zu bauen. 

Natürlich will und werde ich mich auch um andere Themen als Städtebau und Verkehr kümmern. Wichtig ist mir, dass Neumarkt eine lebenswerte und funktionsfähige Stadt bleibt, in der sich alle Bürger wohlfühlen und möglichst viele Interessen berücksichtigt werden. Ich hoffe deshalb, dass ich viel Gelegenheit habe, mit Bürgern zu diskutieren. 

Team Kreisverband: Frau Hörndler, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Peter Fuhrmann stellt sich vor

Peter Fuhrmann
Peter Fuhrmann

Der FDP-Ortsvorsitzende der Stadt Neumarkt – Peter Fuhrmann – im Interview mit dem Kreisverband.

Auf kommunaler Ebene ist kein Platz für Gerangel. Einem Bürger ist es egal, durch welche Partei die anstehenden Themen gelöst werden.

Peter Fuhrmann

Team Kreisverband: Herr Fuhrmann, gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden der Freien Demokraten Neumarkt – Enrico Pomsel – haben Sie in schwierigen Zeiten den Kreisverband der FDP Neumarkt erfolgreich wieder auf gesunde Füße gestellt. Wie ist es Ihnen beiden gelungen, den Kreisverband erfolgreich wieder aufzubauen und zu reaktivieren?

Peter Fuhrmann: Ich, Enrico Pomsel und viele weitere Mitglieder bringen Erfahrung aus dem Wirtschaftsleben mit in die Partei. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen einer Firma und dem kommunalen Parteileben. In der Partei engagieren sich Menschen ehrenamtlich und streben nach einem Sinn für ihre Tätigkeit. Aber auch in einer Firma möchten die Menschen Anerkennung und Motivation erhalten und Teil einer Gemeinschaft sein.

Ich habe zuerst die wichtigen Posten nach Kompetenz und Ressourcen neu verteilt und organisiert. Nachdem wir neu ausgerichtet und gut organisiert waren, haben wir weitere Mitglieder gewinnen können. Die Gründung der Jungen Liberalen Neumarkt (JuLis Neumarkt) durch Nils Gründer war dann ein weiterer wichtiger Schritt und ist heute ein toller Motor, Menschen für die politische Arbeit der Freien Demokraten im Landkreis Neumarkt zu gewinnen.

Die Kreishauptversammlung und die Vorstandswahl haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg […] sind.

Team Kreisverband: Auf der Kreishauptversammlung wurden Sie erneut zum Schatzmeister gewählt. Wie war Ihr Eindruck von dieser Kreishauptversammlung?

Peter Fuhrmann: Die Kreishauptversammlung und die Vorstandswahl haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg und die Mitglieder zufrieden mit meiner Arbeit sind. Das gilt sowohl für langjährige Mitglieder, die sich über das Engagement der jungen Mitglieder freuen, aber auch die Neueinsteiger freuen sich, aktiv mitwirken zu können.

Team Kreisverband: Viele kennen Sie natürlich unter anderem aufgrund Ihrer selbstständigen Tätigkeit in Neumarkt, können Sie sich trotzdem selbst kurz vorstellen?

Peter Fuhrmann: Ich bin 46 Jahre alt und seit 1998 in Neumarkt. Seit 26 Jahren bin ich selbstständig. In meinem Vertriebs- und Handelsunternehmen, der Xplus1 GmbH, in dem ich 30 Mitarbeiter beschäftige, gibt es ständig technische Veränderungen. Heute bin ich im Bereich der Logistiksteuerung deutschlandweit bekannt. Regional betreibe ich zwei Ladengeschäfte im Bereich Telekom. Digitalisierung ist somit mein Beruf.

Ich bin sehr an Architektur und Denkmalschutz interessiert. Mir liegt Nachhaltigkeit am Herzen und ich suche immer wieder neue Herausforderungen, mich in neue Themen einzuarbeiten und weitere Projekte zu organisieren.

Team Kreisverband: Neben Ihrem Engagement bei den Freien Demokraten sind Sie einer der Aktivposten beim Verein Chancen statt Grenzen. Können Sie uns die Ziele und Ihre Motivation für dieses zusätzliche Engagement erklären?

Ein Jahr später, als die Flüchtlingswelle Neumarkt voll erreichte, habe ich eine Online-Datenbank und eine Homepage aufbauen lassen […] und kann somit die hohe Spenden- und Hilfsbereitschaft der Bürger im Landkreis Neumarkt genau dorthin bringen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Peter Fuhrmann: Chancen statt Grenzen wurde 2014 mit dem Ziel der Flüchtlingshilfe von einigen Freunden und mir gegründet. Seitdem bin ich dort Mitglied im Vorstand. Wir haben damals erkannt, dass es einen großen Bedarf an Organisation gibt. Ein Jahr später, als die Flüchtlingswelle Neumarkt voll erreichte, habe ich eine Online-Datenbank und eine Homepage aufbauen lassen und habe potentielle Spender, die vorher nicht wussten, wie und wo sie helfen können, sowie Flüchtlinge, Betreiber von Flüchtlingsunterkünften, Stadt, Landkreis und Bezirk miteinander verknüpft und alles organisiert.

Wir betreiben aktiv Marketing, bauen eine Community über soziale Netzwerke auf und kann somit die hohe Spenden- und Hilfsbereitschaft der Bürger im Landkreis Neumarkt genau dorthin bringen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Team Kreisverband: Warum engagieren Sie sich politisch in Neumarkt für die Freien Demokraten?

Peter Fuhrmann: Auch hier macht mir die Organisation Spaß. Neumarkt hat zum Glück nicht so viele organisatorische Probleme wie andere Städte und hat viele gute Angebote. Wenn man aktiv unterwegs ist bekommt man trotzdem mit wo man Dinge noch positiv gestalten kann.

Team Kreisverband: Neben Stadträtin Helga Hoerkens sind Sie als FDP-Ortsvorsitzender der Stadt Neumarkt eines der bekannten Gesichter bei den Freien Demokraten Neumarkt. Viele Mitglieder wünschen sich deshalb, dass Sie die Freien Demokraten als einer der Spitzenkandidaten für den Stadtrat in Neumarkt im Wahlkampf anführen. Können Sie sich eine Kandidatur vorstellen?

Peter Fuhrmann: Ja. Natürlich ist meine Zeit arbeitsbedingt begrenzt, trotzdem würde ich meine Erfahrung so gut es geht einsetzen.

Parteiübergreifend zu arbeiten ist mir ein Anliegen.

Team Kreisverband: Welche Positionen und Inhalte in Neumarkt würden Sie im Wahlkampf ansprechen? 

Peter Fuhrmann: Parteiübergreifend zu arbeiten ist mir ein Anliegen. Auf kommunaler Ebene ist kein Platz für Gerangel. Einem Bürger ist es egal, durch welche Partei die anstehenden Themen gelöst werden. Es gilt das beste Ergebnis zu erzielen, wirtschaftlich im Rahmen zu bleiben und den Weg dort hin transparent mit allen Beteiligten und Betroffenen zu besprechen. 

Team Kreisverband: Herr Fuhrmann, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Festwirt-Streit: Nur Transparenz rehabilitiert die Stadt

Das Gerichtsurteil über die Vergabe der Volksfestbewirtung steht zu Gunsten von Festwirt Albert Zollbrecht. Die Klage von Marco Härteis wurde abgewiesen. Die Stadt hat Recht bekommen. Fraglich ist allerdings ob Recht haben und Recht bekommen hier zweierlei Dinge sind.

Die zuständige Kammer des Verwaltungsgerichts Regensburg hat in seinem Urteil nämlich klare Mängel in der Bewertung und Transparenz des Verfahrens deutlich gemacht. „Genau hier müssen wir ansetzen.“ kommentiert Peter Fuhrmann, der Ortsvorsitzende der Freien Demokraten Neumarkt. „Genau diese Intransparenz führt zu Verschwörungstheorien und Politikverdrossenheit“, so Fuhrmann weiter.

Aus seiner Sicht muss sich bei solchen Ausschreibungen in der Stadt Neumarkt einiges ändern, denn es gibt „ein Recht auf Transparenz und faire Bewertung“, so Fuhrmann. Stadträtin Helga Hoerkens und er wollen sich daher dafür einsetzen, dass alle kommenden Ausschreibungen dieses Ausmaßes, in absoluter Chancengleichheit, durch transparente Bewertungen und ohne das Geschmäckle von Vetternwirtschaft durchgeführt werden. „Nur so kann verlorenes Vertrauen zurückgewonnen werden.“, ergänzt Fuhrmann.

Das Verwaltungsgericht Regensburg hatte bei der Vergabe der Frühlings- und Volksfeste für die Jahre 2019 bis 2021 keine Verfahrensfehler gesehen und deshalb […] die Klage von Marco Härteis abgewiesen. Dieser war dem Festwirt Albert Zollbrecht bei der Vergabe im Stadtrat knapp unterlegen. Weil sich Härteis benachteiligt sah, hatte er gegen die Stadt geklagt.

Aus dem Neumarkter Tagblatt vom 26. Juli 2019

Jura-Volksfest 2019 mit den Freien Demokraten Neumarkt

Kommen Sie am 15. August 2019 um 19:00 Uhr mit uns auf Jura-Volksfest Neumarkt. Wir treffen uns in der Großen Jura-Halle in der Essensbox – Tische 7 und 8.

Am 15. August 2019 um 19:00 Uhr sind Sie alle recht herzlich eingeladen mit uns gemeinsam das Volksfest Neumarkt zu besuchen.

Reserviert haben wir die Tische 7 und 8 in der Essensbox der Großen Jura-Halle.

Neben Bier und etwas gutem zu Essen bieten wir Ihnen interessante Gesprächspartner und die Möglichkeit, etwas über unser Kommunalwahlprogramm zu erfahren.

Kommen Sie vorbei!

Update: Vielen Dank an alle Gäste!

Silvia Burger-Sippl stellt sich vor

Für mehr Investition in Bildung und einen familienfreundlichen Landkreis

Silvia Burger-Sippl

Team Kreisverband: Frau Burger-Sippl, Gratulation, Sie wurden zur stellvertretenden Kreisvorsitzenden der Freien Demokraten in Neumarkt i.d.OPf. gewählt. Neben Ihnen stellen nun Frauen 40 % der Vorstandsposten im Kreisverband. Wie wurde, ganz ohne eine Quotenregelung, dieser hohe Frauenanteil im Kreisverband Neumarkt erreicht?

Silvia Burger-Sippl: Durch unsere engagierten Frauen, wie Helga Hoerkens, unsere Stadt- und Kreisrätin und unsere Schriftführerin Tetiana Aristarkhova, beide sind mit viel Herz dabei.. 

Zufrieden bin ich, wenn wir über den Frauen- und Männeranteil nicht mehr diskutieren müssten und Fähigkeiten und Engagement in den Vordergrund stellen, wie in unserem Kreisverband.

Team Kreisverband: Selbstverständlich kennt jeder in Neumarkt die Stadträtin Helga Hoerkens. Können Sie sich kurz vorstellen?

Silvia Burger-Sippl: Geboren wurde ich 1965 in Regensburg, aufgewachsen bin ich Wendelstein (Mittelfranken). Vor 21 Jahren kehrte ich in die Oberpfalz zurück. Ich bin verheiratet und Mutter einer erwachsenen Tochter. Seit meiner Ausbildung zur Industriekauffrau arbeite ich in Vollzeit in einer Metallverarbeitungsfirma als Kundenverantwortliche. In meiner Freizeit genieße ich die Zeit mit meiner Familie samt Garten und den Tieren. 

Team Kreisverband: Warum engagieren Sie sich politisch in Neumarkt für die Freien Demokraten?

Silvia Burger-Sippl: Weil ich hier lebe und ich mich hier sehr wohl fühle und weil ich will, dass das so bleibt, auch im Hinblick auf die Zukunft. Die Politik begleitet mich seit meiner Kindheit. Meine Eltern haben sich fast täglich über Politik unterhalten und somit mein Interesse frühzeitig geweckt, nur die Richtung hat sich mit Guido Westerwelle geändert. Eigenverantwortung und ein Selbstbestimmtes Leben, das sind Werte die mich schon früh geprägt haben und für die es zu kämpfen lohnt. Durch den demographischen Wandel steuern wir in eine Zeit, wo wir nicht wissen, wie sich diese auf unser Land, respektive auf unseren Landkreis auswirken wird.  Durch die Generation Z (geboren 1996-2012) werden wir in ein komplett anderes Umfeld eingebunden. Diese Generation mit einzubeziehen, sie zu begleiten, deren Sprache zu sprechen und zu verstehen, sollte unser Ziel sein. Dazu bedarf es eines Miteinanders aller Generationen. Dass das gut funktioniert, erleben wir in unserem Kreisverband mit den Jungen Liberalen.

Team Kreisverband: Sie engagieren sich stark für die Gleichstellung von Frauen, so dass man Sie z.B. immer bei Aktionen rund um den Equal-Pay-Day in Neumarkt antrifft? Was bedeutet für Sie Gleichstellung?

Silvia Burger-Sippl: Es gilt gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Wir benötigen flexible Arbeitszeitmodelle auch für Männer, im Besonderen während der Kindererziehung und mehr Anerkennung für Erziehung, denn unsere Kinder sind unsere Zukunft. Eigentlich unvorstellbar, dass wir im Jahr 2019 noch immer für die Gleichstellung kämpfen müssen!

Team Kreisverband: Nach Ihrer vielbeachteten Kandidatur für den bayrischen Landtag, werden Sie immer wieder genannt als eine der Spitzenkandidaten der Freien Demokraten für den Kreistag? Können wir uns auf Ihre Kandidatur freuen?

Silvia Burger-Sippl: Ja, diese verantwortungsvolle Aufgabe fordert mich heraus und deshalbkandidiere ich füreinen Sitz im Kreistag.

Team Kreisverband: Die Wahlen für den Kreistag stehen in 2020 an. Welche Positionen und welche Inhalte stehen für Sie im Vordergrund?

Silvia Burger-Sippl: Für mehr Investition in Bildung und einen familienfreundlichen Landkreis.

Für Bildung und Betreuung fehlt oft Geld, welches von der Haushaltsverteilung des Landkreises abhängt. Für uns als Gesellschaft muss klar sein, wie wichtig Bildung und Betreuung ist. Investieren wir in unsere Kinder, investieren wir in unsere gemeinsame Zukunft. Durch den demographischen Wandel müssen wir in naher Zukunft neue Wege gehen und deshalb ist es wichtig, unseren Landkreis dafür zu stärken.

Team Kreisverband: Frau Burger-Sippl, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Sascha Renner stellt sich vor

Wir alle arbeiten darauf hin, den Bürgerinnen und Bürgern in Velburg ein liberales personelles Angebot bei der Kommunalwahl 2020 zu machen.

Sascha Renner

Team Kreisverband: Herr Renner, Sie waren federführend verantwortlich für die komplette Organisation des Landeskongress der Jungen Liberalen in Neumarkt in der Oberpfalz im vergangenen Mai, inkl. der Anreise und Unterbringung von 200 jungen Leuten am Ort, dem Veranstaltungsort, einer Abendveranstaltung für alle Teilnehmer. Welche Eindrücke nehmen Sie mit von der Veranstaltung?

Vor allem die Location, das historische Maybachmuseum und die „After-Show-Party“ scheinen den Leuten sehr gefallen zu haben. Wir haben da sehr positives Feedback erhalten.

Sascha Renner: Das ist richtig, ich habe die Tätigkeit vor allem mit und auch für meine Parteifreunde des Neumarkter Kreisverbandes der Jungen Liberalen übernommen, weil wir es alle für wichtig erachteten Neumarkt der bayerischen Öffentlichkeit zu präsentieren und unseren Parteifreunden von den Jungen Liberalen Bayern zeigen, wie lebenswert und schön Neumarkt ist. Letztlich wollten wir auch den Bürgerinnen und Bürgern Neumarkts demonstrieren, was für eine starke Jugendorganisation wir Jungen Liberalen bereits sind. Natürlich war die Organisation, vor allem an dem Wochenende des Kongresses, nicht immer ganz einfach und trotzdem glaube ich, dass wir da ein großartiges Event auf die Beine gestellt haben. Vor allem die Location, das historische Maybachmuseum und die „After-Show-Party“ scheinen den Leuten sehr gefallen zu haben. Wir haben da sehr positives Feedback erhalten.

Team Kreisverband: Sie wurden im April mit überwältigender Mehrheit zum 1. stellvertretenden Kreisvorsitzenden der Freien Demokraten in Neumarkt gewählt. Bitte stellen Sie sich selbst vor?

Sascha Renner: Ich habe mich natürlich riesig gefreut, dass meine Freunde von den Freien Demokraten so großes Vertrauen in mich haben. Sowohl die Jungen Liberalen haben mich unterstützt, aber auch gestandene Mitglieder, die schon auf eine jahrelange Parteilaufbahn zurückblicken können. Das ist für mich natürlich absolut nicht selbstverständlich, vor allem, weil ich erst seit Anfang 2018 politisch aktiv, das heißt in die Partei der Freien Demokraten eingetreten bin. Ansonsten würde ich mich als sehr heimatverbunden beschreiben. Ich verbringe schon fast mein ganzes Leben hier in der Oberpfalz, habe letztes Jahr meinen Master der theoretischen Volkswirtschaftslehre in Regensburg abgeschlossen und führe zusammen mit einem Partner ein kleines Unternehmen, in dem wir bereits einen Mitarbeiter beschäftigen. Meine Freizeit verbringe ich entweder beim Sport im Fitnessstudio, mit Freunden oder bei den Freien Demokraten. Auch meine universitäre Karriere wird fortgesetzt, da ich in Kürze meine Promotion beginnen. Ich folge hier der liberalen Leitlinie des „lebenslangen Lernens“.

Team Kreisverband: Neben Ihrem Engagement bei den Freien Demokraten sind Sie seit Anfang des Jahres auch Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen in Neumarkt. Die Liberalen in Neumarkt konnten in den letzten zwei Jahren viele Neumitglieder unter 35 Jahren gewinnen, was macht die Freien Demokraten für junge Menschen so attraktiv?

Für mich persönlich sind zum Beispiel Bürgerrechte essentiell wichtig in einer funktionierenden Demokratie. Denn nur mit diesen ist es den Menschen in einer Gesellschaft möglich, frei und selbstbestimmt zu leben.

Sascha Renner: Meiner Meinung nach sind besonders unsere Grundwerte und Überzeugungen sehr attraktiv für junge Menschen. Für mich persönlich sind zum Beispiel Bürgerrechte essentiell wichtig in einer funktionierenden Demokratie. Denn nur mit diesen ist es den Menschen in einer Gesellschaft möglich, frei und selbstbestimmt zu leben. Auch Chancengleichheit und allgemeine Vernunft sind im Grundsatzprogramm der Freien Demokraten fest verankert. Das sind, wie ich glaube, auch die Punkte, für die sehr viele Menschen der jungen Generation einstehen. Weg vom Populismus, hin zu vernünftiger, zukunftsorientierter Politik!

Team Kreisverband: Warum engagieren Sie sich politisch in Neumarkt für die Freien Demokraten?

Sascha Renner: Ich bin sowohl im Landkreis, als auch im Kreisverband der Freien Demokraten beheimatet. Ich wohne schon seit frühester Kindheit im Südosten unseres Landkreises und lebe immer noch mit großer Begeisterung dort. Und im Kreisverband der Freien Demokraten hat man mich dann Anfang des letzten Jahres so offen und herzlich empfangen, da musste ich nicht lang überlegen, ob ich mich wirklich aktiv engagiere. Durch unsere vielen gemeinsamen Aktivitäten und das sehr positive Feedback innerhalb der FDP, oder den JuLis bleibt meine intrinsische Motivation natürlich die ganze Zeit hoch.

Team Kreisverband: Als das neue und junge Gesicht der freien Demokraten im Kreis werden Sie sehr häufig genannt als einer der Spitzenkandidaten der Freien Demokraten für den Kreistag? Können Sie sich eine Kandidatur für die Freien Demokraten im Kreis vorstellen?

Sascha Renner: Aktuell haben die Freien Demokraten im Kreistag einen Sitz, was meiner Meinung nach dem Stellenwert einer liberalen Kraft im Landkreis nicht ausreichend wiederspiegelt. Wenn ich dabei helfen kann, unser Ergebnis von 2014 zu verbessern, stehe ich selbstverständlich für eine Kandidatur zur Verfügung. Schließlich kann man im Kreistag aktiv Politik leben und mitgestalten.

Team Kreisverband: Durch Ihr persönliches Engagement konnte eine ausreichende Mitgliederzahl in Velburg für eine Ortsliste gewonnen werden. Werden die Freien Demokraten erstmals bei einer Kommunalwahl in Velburg antreten?

Sascha Renner: Wir alle arbeiten daraufhin den Bürgerinnen und Bürgern in Velburg ein liberales personelles Angebot bei der Kommunalwahl 2020 zu machen. Dennoch sind die bürokratischen Hürden, die es bei einer Listenaufstellung zu nehmen gilt, nicht zu unterschätzen. Neben Neumarkt werden wir weiter versuchen in möglichst vielen Gemeinden und Städten den liberalen Gedanken zu vertreten. In Velburg haben wir dazu jetzt die Möglichkeit. Diese werden wir nutzen und versuchen sowohl eine Liste aufzustellen, als auch einen erfolgreichen Wahlkampf zu führen.

Team Kreisverband: Welche Positionen und Inhalte in Velburg und den Kreis Neumarkt werden Sie im Wahlkampf ansprechen?

Programmatisch möchten wir aber versuchen, die Grundwerte der Freien Demokraten auch in diesen Parlamenten zu vertreten. Das bedeutet vor allem zukunftsorientierte, vernünftige Politik zu machen.

Sascha Renner: Wir sind aktuell noch dabei für die unterschiedlichen kommunalen Parlamente, Wahlprogramme auszuarbeiten. Programmatisch möchten wir aber versuchen, die Grundwerte der Freien Demokraten auch in diesen Parlamenten zu vertreten. Das bedeutet vor allem zukunftsorientierte, vernünftige Politik zu machen. Nebenbei werden wir auch versuchen, Themen aufzugreifen, die Bürger uns direkt zugetragen haben. Um Ideen zu sammeln, haben wir im Rahmen der Europawahl auf unserm Wahlkampfstand eine „Ideenwand“ aufgestellt, an die interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger ihre Verbesserungsvorschläge und Wünsche für Neumarkt und die Politik heften konnten. Hier wurde beispielsweise immer wieder für den sorgsamen Umgang mit monetären Mitteln der Kommunen geworben. Dafür werden wir als Freie Demokraten auch im Landkreis Neumarkt einstehen.

Team Kreisverband: Herr Renner, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Nils Gründer stellt sich vor

Weil ich meine Heimat, die Oberpfalz, liebe und
ich an das große Potential in Neumarkt glaube.

– Nils Gründer

Team Kreisverband: Herr Gründer, Sie haben erfolgreich mitgewirkt im Mai den Landekongress der Julis Bayern nach Neumarkt zu holen. Beschreiben Sie uns Ihre Eindrücke von der Veranstaltung?

Nils Gründer: Ein großartiges Gefühl, dass über 200 Junge Liberale aus Bayern, nach Neumarkt gekommen sind, um den Landeskongress der Jungen Liberalen abzuhalten. Speziell für mich, als Neumarkter, war dies ein besonderes Erlebnis. Wir haben in Neumarkt unsere kommunalpolitische Agenda beschlossen, mit der die Jungen Liberalen den Grundstein für eine erfolgreiche Kommunalwahl 2020 gelegt haben. Darauf können und wollen wir weiter aufbauen.

Team Kreisverband: Jungen Leute im Kreis Neumarkt kennen Sie natürlich, bitte stellen Sie sich in kurzen Sätzen vor, so dass auch Ältere etwas über Nils Gründer erfahren?

Nils Gründer: Geboren wurde ich 1997 zwar in Nürnberg, jedoch habe ich mein ganzes Leben hier in der Oberpfalz, das heißt im Landkreis und der Stadt Neumarkt, verbracht. Das Abitur habe ich am Ostendorfer Gymnasium in Neumarkt abgeschlossen, das bereits mein Vater und auch große Teile meiner Verwandtschaft besucht haben. Ich habe Politikwissenschaft und Öffentliches Recht studiert. Seit diesem Sommersemester studiere ich Betriebswirtschaftslehre, um zusätzlich zu lernen, wie man erfolgreich einen Betrieb führt und sein eigenes Unternehmen aufbaut. Parallel dazu habe bereits vor einem Jahr selbst ein kleines Unternehmen gegründet. Neben dem Studium arbeite ich in der vorlesungsfreien Zeit häufiger auf dem Bau, sodass ich neben meiner akademischen Ausbildung auch praktische Erfahrung sammeln kann. Ich bin 2015, in einer für die Freien Demokraten schweren Zeit, in die FDP eingetreten und gehöre seit 2017 dem bayrischen Landesvorstand der Jungen Liberalen an. Im November 2018 wurde ich dann zum stellvertretenden Landesvorsitzendem der Jungen Liberalen in Bayern gewählt.

Team Kreisverband: Sie sind haben am Aufbau der Julis im Kreis Neumarkt mitgewirkt und dafür gesorgt, dass der FDP-Kreisverband Neumarkt ein junges Gesicht hat. Wie werden im Kreisverband junge Leute und deren Themen wahrgenommen und vertreten?

Nils Gründer: Die Zusammenarbeit zwischen den jungen Leuten, also uns Jungen Liberalen, und dem Kreisverband der Freien Demokraten klappt hervorragend. Es ist uns gelungen ein sehr konstruktives und freundschaftliches Klima im Kreisverband zu schaffen, sodass es selbstverständlich für jeden von uns ist, gemeinsam zu kämpfen, zu gewinnen und auch zu verlieren. Man kann sagen, dass wir eine gut eingespielte Mannschaft sind. Wir, die JuLis, haben auch deshalb eine hohe Bedeutung für den Kreisverband der Freien Demokraten Neumarkt, weil die meisten Neumitglieder in den letzten zwei Jahren unter 35 Jahre alt waren. Das zeichnet sich dann auch dadurch ab, dass die Jungen Liberalen mit Sascha Renner und mir als stellvertretende Kreisvorsitzende gut im Kreisvorstand der Freien Demokraten Neumarkt etabliert sind.

Durch junge Köpfe kommen natürlich auch frische Themen auf die Tagesordnung. Im Kreisverband wird daher nicht erst seit „Fridays for Future“ über das Thema Klimaschutz diskutiert. Wir, das junge Team, schauen sehr darauf, was unsere jungliberalen Abgeordneten in Berlin bewegen. Dr. Lukas Köhler, klimapolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, der u.a. als Hauptredner an unserem Neujahrsempfang 2018 und am vergangenen Landeskongress in Neumarkt mitgewirkte, hat mit seinem politischen Fachwissen einen positiven Einfluss auf unsere Diskussionsthemen. Wir, die Jungen Liberalen verstehen uns als Team, nicht nur in Neumarkt, sondern in ganz Deutschland.

Team Kreisverband: Sie haben zwischenzeitlich einen vielbeachteten Landtagswahlkampf als Direktkandidat für den Kreis Neumarkt absolviert, sind seit kurzem stellvertretender Landesvorsitzender der Julis Bayern und absolvieren ein Studium der Betriebswirtschaftslehre. Wie bekommen Sie alle Aktivitäten zeitlich organisiert?

Nils Gründer: Das ist nicht immer ganz einfach, da ich, wie schon vorher erwähnt, noch weitere Verpflichtungen gegenüber meinem kleinen Unternehmen habe. Die Summe aller meiner Tätigkeiten macht den Tagesablauf nicht einfach, sodass ich alle meine Aufgaben und Verpflichtungen nur durch frühes Aufstehen, eine straffe Organisation und eine ordentliche Portion Disziplin bewältigen kann. Diese Eigenschaften habe ich am eigenen Leib erlernen müssen, nachdem ich die siebte Jahrgangsstufe wiederholen musste. Arbeitsfreie Wochenenden erlebe ich sehr selten, da ich meist genau dann, sei es auf Parteitagen oder anderen Veranstaltungen, politisch aktiv bin. Meine Familie und viele meiner Freunde achten darauf, dass ich neben meinen vielen Aufgaben, auch mal etwas anderes unternehme. Natürlich macht mir Arbeit und vor allem die Politik sehr viel Spaß und unter Stress und Druck funktioniere ich meist sehr gut, jedoch braucht jeder einen gewissen Ausgleich. Letztes Wochenende bin ich beispielsweise spontan mit einem sehr guten Freund für zwei Tage an die italienische Adriaküste gefahren und war dann ausnahmsweise mal nur schwer zu erreichen. So etwas hilft, die Seele baumeln zu lassen und abzuschalten.

Team Kreisverband: Warum engagieren Sie sich politisch in Neumarkt i.d.OPf. für die Freien Demokraten?

Nils Gründer: Weil ich meine Heimat, die Oberpfalz, liebe und ich an das große Potential in Neumarkt glaube. Chancengerechtigkeit und Fortschritt durch eigene Leistung sind urliberale Werte, die sich auch in Neumarkt gut widerspiegeln.

Team Kreisverband: Es stehen die Kommunalwahlen 2020 an. Welche Positionen und welche Inhalte stehen für Sie im Vordergrund?

Nils Gründer: In Neumarkt wurde durch die Lebensleistung der Menschen in der Vergangenheit viel erreicht, deshalb steht Neumarkt ohne Zweifel gut da und ich möchte, dass das in den nächsten Jahrzehnten auch so bleibt. Es ist vor allem für meine Generation wichtig, was in den nächsten Jahren aus unserer Stadt wird. Daher ist für mich ein Schwerpunkt, die Politik auf die Zukunft auszurichten. Das geht durch solide Haushaltsführung, kluge Investitionen und eine Politik, die junge Menschen einbezieht und mitnimmt. Dies könnte sofort geschehen, indem man Stadtratssitzungen via Livestream im Internet überträgt. Natürlich muss auch mehr Wohnraum geschaffen, Bürokratie abgebaut und die Verwaltung weiter und besser organisiert werden. Jeder Mensch stellt sich doch die Frage, warum muss ich immer noch im Rathaus erscheinen, um einen Personalausweis zu beantragen, obwohl die Behörden alle erforderlichen Daten bereits in ihren Systemen parat haben. Kommunale Stadtpolitik muss die Menschen, vor allem die junge Generation miteinbeziehen, sodass diese dann auch Vertrauen in die Politik hat.

Team Kreisverband: Herr Gründer, wir danken Ihnen für das Gespräch.